Moor ist nicht gleich Moor
Die Moore des Voralpenlandes haben viele Gesichter. In manchen Senken gingen feuchte oder nasse Wiesen in Erlen- oder Birkenbruchwald über. Andernorts breiteten sich Schilfröhrichte
aus. Als diese Pflanzen abstarben, nur teilweise zersetzt wurden und die Senke so allmählich verlandeten, entstanden so genannte Flach- oder Niedermoore, die im bayerischen als Moose
bezeichnet werden. Anders dagegen die Hochmoore, die sogenannten Filze, die nur vom Regenwasser leben und deshalb extrem nährstoffarm und arm an Pflanzen sind. Hier dominiert das
genügsame Torfmoos Sphagnum. Es kann dreißigmal so viel Wasser speichern wie sein Eigengewicht beträgt und ließ die Moore allmählich so weit über den mineralischen
Untergrund aufwachsen, dass der Kontakt zum Grundwasser verlorenging (deshalb die Bezeichnung „Hoch“moor). Bei ihnen handelt es sich also nicht etwa um Moore, die hoch droben im
Gebirge liegen. Hochmoore können nur dort entstehen, wo genügend Regen fällt, so dass sich das Moor seinen eigenen Wasserspiegel schafft.
