Wer sich gerne auf Kulturspaziergänge begibt, hat bei uns die Chance zahlreiche kunsthistorischen Schätze zu entdecken. Die berühmten Hausstätter Baumeister prägten
mit ihrem künstlerischen Schaffen die Landschaft in einzigartiger Weise. Es gibt hier kaum eine Kirche, die nicht unter ihrem Einfluss entstand. Unsere Vorfahren haben aus tiefen Glauben
heraus Kirchen und Kapellen gebaut mit denen Sie noch heute unseren Orten und der Landschaft ein charakteristisches Gesicht verleihen.
Nehmen Sie sich etwas Zeit und lassen Sie sich auf einem kleinen Spaziergang inspirieren.
Berühmte Künstler und Kirchen
Wilhelm Leibl, Johann Sperl und Leo von Welden - große Maler, deren Werke weltberühmt wurden, fanden in der Schönheit unserer Landschaft und in der unverfälschten Natürlichkeit der Menschen immer wieder Kraft und Inspiration. In Kutterling steht Leibl's Wohnhaus, in der Nachbargemeinde Berbling. Johann Baptist Thaler erhielt 1756 den Auftrag zur Erbauung der Pfarrkirche Berbling. Er verwirklichte die spätbarocke Raumgestaltung. Die Wände schwingen bogig ein und lassen so einen lichtdurchfluteten Hauptraum entstehen. Dieser Raum inspirierte den Kunstmaler Wilhelm Leibl zu seinem berühmten Lebenswerk "Die drei betenden Frauen".
Der Jakobsweg: Ruhe finden und neue Kraft schöpfen
Ein Teil des wohl bekanntesten europäischen Pilgerweges - dem Jakobsweg, mit dem Ziel Santiago de Compostela in
Spanien - führt auch durch das Rosenheimer Land.
In unserer hektischen Zeit erlebt Pilgern eine Renaissance. Es stehen dabei nicht immer religiöse Gründe im Vordergrund der Reise. Ruhe finden und neue Kraft schöpfen ist das Motto
vieler Pilger von heute. Schon im frühen Mittelalter machten sich Gläubige auf den Weg zu ihren Heiligen, und so wurden deren Gräber große Wallfahrtsorte. Es gab immer schon
verschiedenste Beweggründe, sich auf den Weg zu machen. Jedes Jahr brechen Tausende von Pilgerinnen und Pilgern auf, um ein Stück weit auf dem Jakobsweg zu gehen, zu pilgern, sich zu
besinnen, wieder die eigene Mitte zu finden und neue Kraft zu schöpfen. Fassen Sie Mut, packen Sie Ihren Rucksack, schnüren Sie die Wanderschuhe und entdecken Sie fernab vom
Massenpilgern Ihre Seele und die wunderbare Landschaft des bayerisch-österreichischen Grenzgebietes neu.

